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niellA 2023
September 19, 2023 @ 13:00 – 17:00

Die Preisverleihung war am 19. September 2023 im NIRGENDWO Berlin in Friedrichshain-Kreuzberg.
Micha Klapp, Staatssekretärin für Arbeit und Gleichstellung, richtete sich mit einem Grußwort an die Gäste aus regionaler Wirtschaft, Verwaltung und bezirklichen Akteur*innen.
Die feierliche öffentliche Auszeichnung fand im Rahmen der Aktionswochen zur Fachkräftesicherung des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) statt.
Der erste niellA-Preisträger war die Geisler & Schambach GmbH.
Damit wurde ein alteingessesener metallverarbeitender Betrieb in Friedrichshain-Kreuzberg für seine vorbildliche Unternehmenskultur in Bezug auf Alleinerziehende ausgezeichnet.
Beatrice Compart, HR-Referentin, und Dr. Henning von der Osten, geschäftsführender Gesellschafter der Geisler & Schambach GmbH, nahmen den Preis entgegen.

Die Jury hat beeindruckt, dass ein altansässiges Industrieunternehmen im Herzens Kreuzbergs eine vorbildliche betriebliche Praxis und Führungskultur entwickelt hat, die jedem die gleichen Chancen und Möglichkeiten bietet, Ziele zu erreichen. Die Aufmerksamkeit für die individuellen Anliegen der Mitarbeiter*innen bereitet eine gute Basis für eine alleinerziehend-freundliche Unternehmenskultur. Dieses Beispiel zeigt aus Sicht der Jury, dass alleinerziehendfreundliche Standards nicht isoliert angewendet werden und auch nur dann besonders wirksam sind, wenn sie in eine allgemeine familienfreundliche und interkulturell aufgeklärte Unternehmens- und Führungskultur eingebettet sind. Die Führungskräfte der Geisler & Schambach GmbH lösen Probleme von Mitarbeiter*innen. Sie lösen sie auch hochmotiviert für alleinerziehende Mütter und Väter.
Foto: Sabrina Wagner @firmenportraitberlin
(Aus der Begründung der Jury)
niellA-Preisverleihung im Tagesspiegel
Video zur Preisverleihung niellA 2023
Fotos
Sehen Sie hier Impressionen von der Preisverleihung (alle Fotos: Sabrina Wagner @firmenportraitberlin).

















niellA-Jury 2023
Eine Jury aus unabhängigen Expert*innen kürt die Preisträger*innen.
Clara Herrmann

Bezirksbürgermeisterin von Friedrichshain-Kreuzberg
Dieses Leuchtturmprojekt ist ein wichtiges Signal an alle Unternehmen, den Mehrwert Alleinerziehender als Fachkräfte zu erkennen und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu verbessern.
Foto: Erik Marquardt
Für Unternehmen wird es zunehmend schwerer, Fachkräfte zu bekommen. „Single Parents“, die kreativ, strukturiert, organisiert und resilient sein können, sind für jedes Unternehmen ein deutlicher Gewinn.
Senem Karakaya

Human Resource Managerin, Peer-Expertin (Alleinerziehende)
Die Rolle alleinerziehender Eltern in der Arbeitswelt verdient unsere
Anerkennung und Unterstützung. Es ist wichtig, eine positive Umgebung zu schaffen, die flexible Arbeitsmodelle, Kinderbetreuungsmöglichkeiten und Chancengleichheit fördert. Durch die Stärkung dieser Eltern ermöglichen wir eine vielfältigere und inklusivere Gesellschaft.
Klaus Piegeler

Fachanwalt für Familie und Arbeit, Vorstandsmitglied des Friedrichshain-Kreuzberger Unternehmervereins
Alleinerziehende sind wichtige Fachkräfte für Unternehmen aufgrund von Organisationsgeschick, Belastbarkeit, Motivation und Erfahrung – vielfältige Talente, die sie durch die Bewältigung von Herausforderungen in Beruf und Familie erworben haben. Unternehmen können von diesen Eigenschaften profitieren und gleichzeitig zur Förderung von Chancengleichheit und Gleichstellung beitragen.
Pauline Potschka

Koordinierungsstelle für das Netzwerk Alleinerziehende Friedrichshain-Kreuzberg
Wer könnte besser den Spagat zwischen Beruf und Familie meistern als die ‚CEOs‘ von Ein-Eltern-Familien? Als kreative Multitasking-Profis, Organisationstalente, flexible Problemlöser*innen – kurz: wahre Softskills-Meister*innen sind sie die Gamechanger im Mitarbeitenden-Team. Mit dem niellA-Unternehmenspreis würdigen wir deshalb Unternehmen, die das bereits anerkennen und die unsichtbaren Superheld*innen des Arbeitslebens beruflich fördern.
Werner Heck

Vorsteher Bezirksverordnetenversammlung Friedrichshain-Kreuzberg
Alleinerziehend zu sein darf kein Ausschlusskriterium sein für eine gleichberechtigte Teilhabe am beruflichen, gesellschaftlichen oder kulturellem Leben. Ganz abgesehen davon, dass weder unsere Gesellschaft noch die Wirtschaft auf die Potentiale der Alleinerziehenden verzichten können. So auch nicht die Politik. Hier gilt es endlich die entsprechende Infrastruktur zu schaffen, die Alleinerziehenden die gleichberechtigte Teilhabe am beruflichen, gesellschaftlichen oder kulturellem Leben ermöglicht.
